Fahrenheit 11/9

Dokumentarfilm von Michael Moore

MUSS ICH WIRKLICH mit der Welt abrechnen? Ein Film schockiert: Fahrenheit 11/9 von Michel Moore über die brutalen Machenschaften in der Präsidentschaftswahl von 2016 in Amerika. Man kann halten von seinen Filmen was man will. Vielleicht sind sie genau so manipuliert und einseitig wie andere Informationen auch. 

 

Aber wenn nur die Hälfte stimmt, ist es immer noch schockierend. Ein Ausschnitt bezog sich auf die Stadt Flint in Michigan. Dort wurde von den regierenden, machtsüchtigen Weissen extra kontaminiertes Wasser in die Quartierleitungen der schwarzen Bevölkerung geleitet, um deren Gesundheit und Intelligenz zu zerstören. Die Bilder von kranken Menschen und Kindern, die vor Bauchschmerzen schreien, haben sich in mein Herz eingebrannt. Was treibt Menschen zu solchen Taten? Sie wollen mit brutalsten Massnahmen verhindern, dass andere keine Entwicklung machen und eventuell einen Teil des Wohlstandes und der Macht erlangen könnten. Ich war während langen Minuten wie paralysiert und schockiert. 

 

Warum mich das bewegt hat? Es war mir ein Weckruf: Maege, wach auf! Folgende Einstellung hat mich stets geleitet: Jeder Mensch ist gut, bis er das Gegenteil bewiesen hat. Ein Leben lang verdrängte ich die brutal fiesen Machenschaften in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die Krieg, Leid, Armut und Ungerechtigkeit auslösen. Die Nachrichten sind voll: Trump, Amazonas, Syrien, Flüchtlinge, Irak, FIFA und auch in Lebensmittel wird ungehemmt getrickst, veruntreut und mit unserer Gesundheit gespielt. Hauptsache, Gewinn und Machtverhältnisse stimmen, als wäre es Monopoly! Heute muss ich erkennen, einige haben die Spielanleitung in schlimmsten Masse missbraucht. 

 

Und ich? Habe ich auch dem Gewinn und der Macht zuliebe getrickst, geschummelt und gelogen? Klar gibt es einige Momente, auf die ich weniger stolz bin. Doch kaum zum Schaden von anderen. Dafür weiss ich heute, dass ich selbst einige Male raffiniert und gezielt durch solche Machenschaften ausgetrickst wurden. Warum? Meine Herkunft, meine Entwicklung, mein Weltbild und meine Werte haben in mir keine Abwehrmechanismen für grenzwertige Attacken entwickelt. Pech?

 

Und jetzt? Nein, ich muss nicht mit der Welt abrechnen. Das muss sie selber. Aber ich bin dankbar, dass mich meine Naivität und mein oft kindlicher Geist in seichtem Wasser gehalten haben. Darum kann ich auch Bemerkungen aus meinem Umfeld gut einordnen: Aus deiner Situation hättest du viel mehr (Geld) machen müssen.

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